Magnesium – Wir hören den Mineralstoff oft im Zusammenhang mit Muskelkrämpfen, Erholung oder Energiestoffwechsel. Warum gerade Diabetiker, und vor allem sportlich begeisterte Diabetiker auf ihren Magnesiumhaushalt achten sollten, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Funktion und Wirkung

Magnesium ist verantwortlich für das reibungslose Funktionieren einiger Prozesse im Körper und ist Bestandteil von über 500 Enzymen im Körper. Hauptaufgabe des Mineralstoffes ist die Sicherung der Muskelfunktion, also der Wechsel zwischen Muskelkontraktion und Muskelentspannung. Sobald wir unsere Muskulatur beim Sport gebrauchen, verbrauchen wir im höheren Maße Magnesium.

Ich liste euch nachfolgend alle wesentlichen Wirkungen auf den menschlichen Körper übersichtlich auf. Magnesium ist vorrangig beteiligt

  • an der Muskelkontraktion
  • am hormonellen Gleichgewicht unterschiedlichster Drüsen
  • an der Regulierung des Blutzuckers
  • an verschiedenen Regulationsmechanismen des zentralen Nervensystems und somit am Wohlbefinden
  • an der Schlafqualität
  • am Glukosestoffwechsel

und vieles mehr.

Sport und Magnesium

Vor allem Sportler haben einen erhöhten Bedarf an Magnesium. Durch das Schwitzen verliert der Körper Elektrolyte, unter anderem auch Magnesium. Ihr kennt es selbst: gegen Ende einer Fußballpartie, nach schweißtreibenden Krafttrainings oder langen Ausdauereinheiten fangen die Muskeln an zu krampfen. Ein Magnesiummangel führt zwangsweise zu einer Leistungsminderung. Wie viel Magnesium man für welche Sportart benötigt, ist sehr individuell und abhängig von Gewicht, Muskelmasse und Ernährung. Eine langanhaltende Ausdauereinheit führt im Vergleich zum Krafttraining zu einem akuten Verlust an Magnesium, wohingegen der Kraftsportler durch seine erhöhte Muskelmasse ständig einen erhöhten Magnesiumbedarf hat.

Außer Zweifel ist: jeder Sportler sollte sich Gedanken über seinen Magnesiumbedarf machen.

Diabetes und Magnesium

Sportler und Diabetiker?! Na dann herzlichen Glückwünsch. Du hast vermutlich einen erhöhten Bedarf an Magnesium. Der Magnesiumverlust bei diabetischer Ketose ist seit vielen Jahren bekannt. Sobald unser Blutzucker erhöhte Werte aufweist, laufen wir vermehrt auf Toilette. Der erhöhte Wasserverlust schwämmt Zucker als auch Magnesium mit dem Urin aus dem Körper. Adé mit dem wertvollen Mineralstoff.

Typ-1 Diabetiker weisen in der Regel geringe Magnesiumwerte im Blut auf.

Und was hat Magnesium für positive Auswirkungen auf meinen Blutzucker?

Der wertvolle Mineralstoff hat eine ausschlaggebende Rolle bei der Regulierung unseres Blutzuckers. Er hat eine große physiologische Bedeutung am Kohlenhydratstoffwechsel und sorgt bei ausreichender Zufuhr für eine gute Insulinsensitivität. Studien haben gezeigt, dass bei geringer Magnesiumkonzentration im Blut die Glukosetoleranz sinkt, Insulinresistenz steigt und der Glukosestoffwechsel gestört ist. Im Umkehrschluss können wir bei ausreichendem Magnesium unseren Glukosestoffwechsel positiv beeinflussen. In Summe senken wir somit das Risiko für diabetische Folgeschäden wie Nerven-, Seh- und anderen Störungen.

Wir können mit einer geregelten Zufuhr von Magnesium also unseren Blutzucker bzw. Hba1c langfristig verbessern

Praktische Tipps für deine Ernährung

Bei einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung sollten wir magnesiumreiche Lebensmittel miteinbauen. Fast alle Fischsorten enthalten mehr Magnesium als Fleisch. Des Weiteren enthalten Vollkornprodukte eine Menge Magnesium. Willst du dein morgendliches Porridge oder deinen Mittagssalat mit einer Portion Magnesium pimpen, so streu eine Handvoll Kürbis- oder Sonnenblumenkerne über dein Essen. Mit über 400mg/100g sind die beiden Kernsorten wahre Magnesiumbomben.

Stehst du eher auf Nüsse? Kein Problem. Mandeln, Pistazien, Erdnüsse, Haselnüsse oder Walnüsse sind gleichfalls gute Magnesiumlieferanten. Wenn du ohne Schokolade nicht leben kannst, versorg deine Gelüste mit Zartbitterschokolade.

Nichtsdestotrotz macht es durchaus Sinn mit einer weiteren Gabe von Magnesium den Glukosestoffwechsel zu optimieren. Mengen von 300-500mg sind standardmäßig unbedenklich. Die Gabe in die Abendstunden zu legen verbessert zusätzlich deine Schlafqualität.

 

Fazit

Trotz einer abwechslungsreichen Ernährung kann es uns durchaus passieren, dass wir Entgleisen. Gepaart mit regelmäßiger sportlicher Belastung kann eine zusätzliche Magnesiumsupplementierung durch und durch helfen.

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